Donnerstag, 12. November 2009

Bin ich anders?

Mancher mag das jetzt eigenartig finden, mancher sogar pervers, aber als ich gerade, frisch nach Hause gekommen, in die kalte Fischfrikadelle biss, die noch von gestern übrig geblieben war, dachte ich für einen kurzen Moment: "Wow, das ist das leckerste, in das ich je hinein gebissen habe!" Was natürlich vollkommener Schwachsinn ist. Aber das Gefühl war da. Für einen kurzen Moment. Klingt komisch, ist aber so.

Montag, 9. November 2009

Die Antwort lautet: Ja, Panik!

Nur wie war noch gleich die Frage? Vielleicht: Welche ist die momentan beste/interessanteste/spannendste deutsche bzw. deutschsprachige Band? Denn Ja, Panik kommen ja gar nicht aus Deutschland, sondern stammen ursprünglich aus dem österrechischen Burgenland. Auch wenn sie mittlerweile in Berlin leben und dort übrigens eine gemeinsame Wohnung suchen. Falls also jemand einen Tipp hat, bitte vertrauensvoll an die Band wenden...

Nachdem ich es bereits sträflicherweise versäumt hatte, das aktuelle Album der Band mit dem Titel "The Angst And The Money" an dieser Stelle zu besprechen (dazu jetzt nur noch soviel: kaufen! Es lohnt sich), will ich mir nicht auch noch selber vorwerfen müssen, auch das Konzert kommentarlos vorbeistreichen zu lassen. Auch wenn es schon wieder knapp zwei Wochen her ist, ist der Eindruck immer noch ziemlich frisch und nachhaltig. Denn, um das vorweg zu sagen: es war großartig. Die Stücke, eh schon voller Emotionen, schöner Melodien, Wahrheit und genialischem Lärm, sind live noch größer, noch beeindruckender und bewegender und driften noch mehr in ein scheinbar aus dem Ruder laufendes Chaos ab, nur um in letzter Sekunde wieder in die Melodie zurück zu finden, als wäre nichts geschehen. Beispiel: "Als habe ich...". Die Songs aus der Feder von Andreas Spechtl sind verspielt und fragil und gleichzeitig massiv, wenn ich dieses Wort mal für die ohnehin schon schwierige Beschreibung von Musik entwenden darf. Das scheint für das Nürnberger Publikum teilweise eine Überforderung darzustellen. Anders lassen sich die unangemessen lauten Gespräche in den zarten, leisen Phasen von so zerbrechlichen Stücken wie "The Golden Handshake" nicht erklären. Spechtl reagiert darauf souverän und baut kurzerhand eine Imitation von Smalltalk und Blabla in einen Song ein, bis es, zumindest für eine Weile, auch der lauteste Quatschkopp zu verstanden haben scheint.

Das neue Album ist erwartungsgemäß der Schwerpunkt der Setlist, und daran gibt es nichts, aber auch gar nichts auszusetzen. Zumal die Band darüber hinaus natürlich auch "alte" Perlen wie "Thomas sagt", "Marathon" oder "Zwischen 2 und 4" im Repertoire hat und damit nicht nur mich erfreut, denn fast all meine Lieblingstracks sind so vertreten. Das Publikum ist, mit Ausnahme der Quasselstrippen, ebenfalls durchweg begeistert und gibt sich erst nach zwei Zugaben zufrieden, die es beide in sich haben. Kollektiv herunterklappende Kinnladen gepaart mit Gänsehaut verursacht vor allem eine Gospel-artige Coverversion von Bob Dylan's "Ring Them Bells", die Spechtl ausnahmsweise nicht am Mikrofon, sondern am Piano sieht. Den Hauptgesang übernimmt dabei der ansonsten vornehm im Hintergrund agierende Gitarrist Thomas Schleicher, der auch als einziger sonst gar nicht zum Gesang beiträgt. Der Rest der Band betätigt sich derweil als Background-Gospelchor. Das ist, gerade angesichts des voran gegangenen Sets der Band, irgendwie eigenartig. Vor allem aber ist es berückend schön und anrührend und ein wunderbarer Abschluss eines sehr guten Konzerts. "Sind das jetzt die Lieder, die man wirklich fürchten muss?" Nein, diese Lieder sollte man preisen und verbreiten - etwas Besseres findet man in der deutschsprachigen Musik nämlich zurzeit - wenn überhaupt - nur schwerlich.

Elf des Monats - Oktober 2009

Tracks

Ja, Panik - Dynamite
The Rolling Stones - Rip This Joint
Nada Surf - Whose Authority
Jens Friebe - Theater
The Velvet Underground - Who Loves The Sun
The Maccabees - Toothpaste Kisses
Adam Green - What Makes Him Act So Bad
The Dackel 5 - Immerhin
Billie The Vision & The Dancers - You'd Better Watch Out, 'Cause I Like You
Element of Crime - Der weiße Hai
Good Shoes - The Way My Heart Beats

Alben

Bernd Begemann & Die Befreiung - Glanz
Ja, Panik - The Angst And The Money
Editors - In This Light And On This Evening
Element of Crime - Immer da wo du bist bin ich nie
Baddies - Do The Job
The Twilight Sad - Forget The Night Ahead
The Hiss - Panic Movement
The Hidden Cameras - Origin Orphan
Kettcar - Du und wieviel von deinen Freunden
The Gaslight Anthem - The '59 Sound
Pavement - Slanted & Enchanted

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Ikonen feiern Geburtstag

In dieser Woche feiern gleich zwei großartige Ikonen ihren runden Geburtstag. Wobei, richtigerweise müsste man sagen: In einem Fall feiert gleich ein ganzes Dorf. Aber konzentrieren wir uns auf den Titelhelden - Asterix feiert seinen 50sten. Was habe ich die Hefte als Kind verschlungen. Und die Filme geliebt. Deshalb gibt es hier meinen Lieblingsausschnitt der Verfilmungen. Joyeux anniversaire, Asterix!
(Ach ja, wenn jemand den Passierschein A38 hat, kann er ihn bitte bei mir abliefern?)



Unser zweiter Jubilar feiert sogar schon seinen 70sten Ehrentag: John Cleese. Als Gründungsmitglied des Monty Python Flying Circus hat er den Kino- und TV-Humor weit weit nach vorne gebracht. Über wenige Filme kann ich so oft und ausdauernd lachen wie "Life of Brian" oder "Monty Python and the Holy Grail". Auch hier gibts natürlich eine von unzähligen grandiosen Szenen. Happy birthday, Mr Cleese! And always remember: it's just a flesh wound!

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Für den guten Zweck

Auch wenn die Idee etwas eigenartig anmuten mag, so ist der Zweck doch ein guter, den es zu unterstützen und, wie man das so "schön" neudeutsch sagt, zu promoten gilt:

Kurz beschrieben: es geht um eine Wohltätigkeitsrallye von Deutschland nach Gambia, für die allerhand größere und kleinere Geld- und Sachspenden benötigt werden. Nicht nur für die Fahrt an sich, sondern auch, um sie bei der Ankunft zu verteilen.

Ausführliche Informationen gibt es hier: http://www.dortmund-banjul.de/

Wer also etwas entbehren und somit spenden kann und möchte: hier ist die Gelegenheit, es so zu tun, dass es garantiert direkt bei den Menschen ankommt, die es gebrauchen können.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Ein moderner Held des Alltags

Der Junge wird es weit bringen, da bin ich mir sicher. Gefunden bei Spiegel Onlline:

Junge will für 1680 Euro Süßigkeiten kaufen

Großeinkauf am Kiosk: Ein Junge hat an einer Bude in Nordrhein-Westfalen Süßes im Wert von mehr als tausend Euro kaufen wollen - das nötige Bare hatte er dabei.

Viersen - Ein Achtjähriger hat am Dienstag in Viersen für 1.680 Euro Süßigkeiten kaufen wollen. Nach Angaben eines Polizeisprechers gab der Junge mit einem gleichaltrigen Freund an einem Kiosk eine Großbestellung auf. Als der Kioskbesitzer fragte, ob er denn auch genug Geld dabei habe, zeigte der Junge ein großes Geldbündel.

Die von dem Verkäufer hinzugerufenen Polizeibeamten fanden heraus, dass der Junge das Geld unbemerkt vom Schreibtisch seiner Eltern genommen hatte. Der Betrag war eigentlich für die Bezahlung einer Reparatur gedacht. Die erstaunten Eltern nahmen ihren Sohn und das Geld wieder in Empfang.

han/ddp

Dienstag, 13. Oktober 2009

A perfect match

Now this is great: fantastic song, good cover, and it just matches my mood perfectly. So listen, watch and enjoy: