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Mittwoch, 2. Oktober 2013

Zitat des Tages, Folge 13 - Torsten Sträter zum Thema Autofahren

Wer sich täglich mit dem Auto durch den Berufsverkehr bewegt, wird das zu 100% bestätigen können: 

"Autofahren ist aber auch nichts weiter als der Versuch, bei der Reise zwischen zwei Punkten den anderen Idioten auszuweichen."

(aus: Tosten Sträter - "Selbstbeherrschung umständehalber abzugeben", ein Buch, das ich hiermit nachdrücklich em-, wenn nicht sogar befehle, zu kaufen)

Dienstag, 14. Mai 2013

Zitat des Tages, Folge 12 - David Bowie und schlotzige Leberwurstbrote in Berlin

Zu Plattenkritiken hab ich ja ein eher gespaltenes Verhältnis - sind oft unterhaltsam zu lesen, aber meistens bin ich anderer Meinung. Manchmal auch der gleichen, aber das soll hier auch keine Rolle spielen, denn heute las ich einen so herrlichen Abschnitt in der Rubrik "Abgehört" bei Spiegel Online, den ich selbst gut fände, wenn ich die restliche Rezension abgelehnt hätte. Hab ich aber nicht, bin größtenteils der gleichen Meinung wie der Autor. Umso lieber teile ich also diese herrlichen Sätze über David Bowie und seinen Aufenthalt in Berlin, "versüßt" von Leberwurst, courtesy of Arne Willander:

"Der bewährte Produzent Tony Visconti arbeitete mit David Bowie in den Hansa-Studios, 200 Meter von der Mauer entfernt. Morgens schmierte eine emsige Assistentin schlotzige Leberwurstbrote für den dünnen Musiker, er soll ganz wild nach ihnen gewesen sein. Bowie stand also unter dem Einfluss deutscher Wurst - und der deutschen Bands Neu! und Kraftwerk, damals die Avantgarde der Popmusik." 




Montag, 12. November 2012

Zitat des Tages, Folge 11 - Wahre Worte von Tom Waits

"In jeder Ejakulation sind 400-mal 100 Millionen Spermien, und manchmal fällt es schwer zu glauben, dass die, die jetzt unter uns weilen, tatsächlich diejenigen sind, die dieses Wettrennen gewonnen haben" 

Selten hat jemand das, was ich beispielsweise im Straßenverkehr täglich denke, so schön formuliert.

Montag, 10. September 2012

Zitat des Tages, Folge 10 - Heinz Strunk über Pferdesport

Momentan lese ich "Die Zunge Europas" von Heinz Strunk. Das Buch hat einige Längen, aber natürlich zwischendrin immer wieder brillante Passagen und zum Schreien komische Formulierungen - ist ja schließlich von Heinz Strunk. Heute bin ich in der Mittagspause fast vor Lachen vom Stuhl gefallen, als ich diese Passage gelesen habe - und die muss hier einfach mal wiedergegeben werden, auch wenn es damit ein sehr langes Zitat wird. (Noch einmal ausdrücklich erwähnt: Es handelt sich um ein Zitat aus einem fiktiven Roman - wer sich also aufgrund der teils deftigen Wortwahl auf den Schlips getreten fühlt, sollte eben das berücksichtigen. Ich finds jedenfalls witzig und ziemlich treffend, auch wenn ich eventuell zum Teil andere Formulierungen gewählt hätte.)

"Im Ersten lief Pferdesport, Liveberichterstattung von einem international bedeutenden Springreitturnier. Springreiten nimmt noch hinter Renn- und Dressurreiten in der steil ansteigenden Langweiligkeitsskala den ersten Platz ein. Pferdesport ist Nazi-Amüsement (herrlich, schon wieder was mit Nazi). In ihren bretthart gestärkten SA-Klamotten sehen die humorlosen Reiter aus wie reinrassige Gauleiter. [...] 
Der von seinem Elitesport berauschte Kommentator sprach anmaßend leise, um sich von den grölenden Fußball- oder sonstigen Prollreportern abzugrenzen. Leise, aber intensiv, ein Pferd sagt mehr als tausend Worte. Rasputin aus dem Gestüt Ed von Schleck. Oder so. Name des Reiters: Dr. Ernst Oertzen. Der Reporter klang immer intensiver, als hätte er sich vor andächtiger Freude in die Hose gekackt. Pferdewurst, haha! Das Gespann Rasputin/Oertzen war Favorit. Noch vier Hindernisse! Phantastische Zeit! Gesamtsieg! Hopphopphopp, tschakka, du schaffst es! Der Herrenmenschenreporter rutschte aufgeregt in seiner übervollen Windel hin und her. Dann das Unfassbare: Rasputin stoppt beim Anlauf auf das vorletzte Hindernis. Vollbremsung. Von hunder auf null, irgendwas musste das Tier irritiert haben. Dr. Oertzen versucht, sich in der Mähne festzuklammern, rutscht jedoch über das Hinterteil in den Staub und bleibt seltsam verrenkt liegen. Stille. Schweres Atmen, Mundgeschnalze, Schnauben, Rascheln, Schlucken, es gibt nichts mehr zu kommentieren. Endlich kommen zwei Sanitäter herbei und helfen Dr. Oertzen auf die Beine, der aber sogleich wieder einknickt und erneut auf dem Hosenboden landet. Statt endlich was zur Sache zu sagen, kommt dem offenbar völlig geschockten Reporter etwas ganz und gar Irres aus dem Mund gepoltern: 'Ein Reiter ohne Pferd ist nur ein Mensch, aber ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd.' Die Essenz eines ganzen Pferdesportkommentatordaseins, und in Wahrheit alles, was es über Pferdesport zu sagen gibt. Zum Glück konnte ich nochmal einschlafen."

Dienstag, 17. Juli 2012

Zitat des Tages, Folge 9

"In jedem Fall werde ich mich nicht an seinem Wurstschnappen nach Medienaufmerksamkeit beteiligen, sondern ein seriöses Kontrastprogramm liefern."

Christian Ude, Spitzenkandidat der bayerischen SPD, im ZEIT-Interview über seinen Konkurrenten Horst Seehofer. Ob der zweite Teil des Satzes stimmt, wird man ja sehen - der erste Teil gefällt mir jedenfalls außerordentlich gut. "Wurstschnappen" sollte man viel öfter verwenden!

Montag, 28. Mai 2012

Zitat des Tages, Folge 8

Dave Grohl zum ersten:
"Nickelback walk into a bar... there's no punchline because ruining music isn't funny." 

Dave Grohl zum zweiten:
"If you play a Nickelback song backwards you'll hear messages from the devil. Even worse, if you play it forwards, you'll hear Nickelback."

Gefunden beim fabelhaften taz-Popblog.

Dienstag, 17. April 2012

Zitat des Tages, Folge 7

Weil es heute gut passt, zitiere ich heute mit Freuden Peter Neururer. Der ist eigentlich immer für ein Bonmot gut, aber das hier ist schon vordere Weltklasse:

"Wenn wir ein Quiz machen würden unter den Trainern in Deutschland, wer am meisten Ahnung hat von Trainingslehre, Psychologie, und der Trainer mit den besten Ergebnissen kriegt den besten Klub - dann wäre ich bald bei Real Madrid."

Mittwoch, 9. November 2011

Zitat des Tages, Folge 6 - zur Gesellschaft

"Die Gesellschaft ist toll - wenn nur all die Leute nicht wären."

aus: PeterLicht - Das Ende der Beschwerde / Du musst dein Leben ändern vom Album "Das Ende der Beschwerde" (2011)

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Quote of the day, episode 5 - On growing up

It doesn't happen very often that I am tempted to quote almost a full page of a book, but this funny, sad, hilarious, witty, wise, tragic - you name it - description of growing up is so great that I just have to. Even if it might also be a bit too fatalistic. It is only on page 25 of "Skippy Dies" by Paul Murray (I might - yet again - not be keeping up with the trend as this is already a multinational bestseller, but who cares) and has made me fall in love with the book, even if the rest of it would be utter shit. Which isn't the case, I can reassure you. So without further ado, this is it:

"You know, you spend your childhood watching TV, assuming that at some point in the future everything you see there will one day happen to you: that you too will win a Formula One race, hop a train, foil a group of terrorists, tell someone 'Give me the gun', etc. Then you start secondary school, and suddenly everyone's asking you about your career plans and your long-term goals, and by goals they don't mean the kind you are planning to score in the FA Cup. Gradually the awful truth dawns on you: that Santa Claus was just the tip of the iceberg - that your future will not be the rollercoaster ride you'd imagined, that the world occupied by your parents, the world of washing dishes, going to the dentist, weekend trips to the DIY superstore to buy floor-tiles, is actually largely what people mean when they speak of 'life'. Now, with every day that passes, another door seems to close, the one marked PROFESSIONAL STUNTMAN, or FIGHT EVIL ROBOT, until as the weeks go bay and the doors - GET BITTEN BY SNAKE, SAVE WORLD FROM ASTEROID, DISMANTLE BOMB WITH SECONDS TO SPARE - keep closing, you begin to hear the sound as a good thing, and start closing some yourself, even ones that didn't necessarily need to be closed... [...] the barrel of this grim de-dreamification, which, even more than hyperactive glands and the discovery of girls, seems to be the actual stuff of growing up [...]."

Sonntag, 25. September 2011

Zitat des Tages, Folge 4

Noel Gallagher auf die (im Grunde natürlich vollkommen überflüssige) Frage in der aktuellen "Prinz"-Ausgabe, ob er Pläne hätte für den Fall, dass das mit dem Soloalbum schief ginge:

"Ich dachte schon immer, dass U2 mal einen guten Gitarristen wie mich brauchen könnten. Oder Coldplay."


Montag, 2. Mai 2011

Zitat des Tages, Folge 3

Wer eine Band namens "Beady Eye" (sic!) gründet, sollte sich diesbezüglich eventuell etwas zurückhalten. Aber Zurückhaltung und Liam Gallagher? No fookin' chance, mate!

“Elbow?! Now that is a shit name for a band. It’s like calling yourself The Chins or The Knees or something.”

Mittwoch, 27. April 2011

Zitat des Tages, Folge 2

Das o.g. besteht heute aus zwei Zitaten aus einem Artikel, den man aufgrund seiner brillanten Formulierung und Richtigkeit schon fast komplett zitieren möchte. Eine Leseempfehlung der Indierock-Debatte: Wie Pose zum Statement wird von Jan Freitag auf zeit.de ist hiermit wärmstens ausgesprochen. Als kleiner Vorgeschmack nun also die beiden Zitate:

"Konsumkritik ist die Atomkritik der Nachkriegszeit ist die Nationalismuskritik der Vorkriegszeit ist die Militarismuskritik der Kaiserzeit ist die Feudalkritik der Bismarckzeit."

"[Denn] Systemkritik hat den Nachteil, dass Systemkritisierte ihr nicht zuhören."

Montag, 18. April 2011

Zitat des Tages, Folge 1

Die Premiere gehört Christian Ihle vom hervorragenden taz-Popblog "Monarchie & Alltag", genauer gesagt aus seinem Bericht zum Pete Doherty Konzert in Berlin:

"Es bleibt bei der alten Regel, dass Hypereduktion ein Absinken der Arschlochdichte im Publikum nach sich zieht."