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Dienstag, 9. Juli 2013

Blur, Rock Werchter: wieder ein Häkchen auf der Liste

Man kennt das ja, diese imaginäre Liste von Bands und Künstlern, die man unbedingt mal gesehen haben muss, bevor man entweder selbst nicht mehr ist, die Künstler nicht mehr sind, oder die Künstler einfach aufhören zu touren. Letzten Sommer konnte ich hinter Lou Reed einen Haken machen und war darüber sehr glücklich. Und diesen Sommer kommt das Häkchen hinter den Namen Blur.


Dabei war ich nicht immer unbedingt ein großer Blur-Fan. Ich fand zwar auch diese künstliche Rivalität immer albern, aber Oasis waren trotzdem immer mein eindeutiger Favorit. Klar, Blur hatten viele Hits, die ich super fand, aber auch immer Sachen dazwischen, die mir nicht so gefielen. (Das ist zum Teil auch immer noch so) Trotzdem landen sie auf einer Liste mit Bands, die ich wirklich mag, schon recht weit vorne. Und außerdem ich bin ein großer Fan von Graham Coxon. Also standen Blur definitiv auf der To-See-Liste.



Und seit dem letzten Freitag kann und muss ich mehr denn je sagen: vollkommen berechtigt! Blur haben ein richtig, richtig, richtig gutes Konzert abgeliefert und waren in Hochform. Von stillen, würdevollen Momenten bis zur völligen Euphorie war alles dabei. Und Damon Albarn, den ich vor allem ob seiner "Neben"projekte manchmal genauso fand, wie sein Nachname im Deutschen ungefähr klingt, war in bester Stimmung und sparte auch (zu recht) nicht mit Lob ans Publikum, das textsicher und euphorisch mitging. Kann man hier bei "Country House" ganz gut sehen:

Glücklicherweise konnten wir einen Platz recht nah an der Bühne ergattern, so dass man die Musiker auch ohne die riesigen Leinwände (die trotzdem sehr hilfreich waren) ganz gut erkennen konnte. Und sie hatten Spaß. Mindestens ebenso viel Spaß hatte ich - und ein sehr großer Teil des Publikums. Besonders dabei: "Parklife" live - wenn auch natürlich ohne Phil Daniels - einfach nur grandios. Für mich der Moment des Auftritts. Da wird sogar die Kamera unscharf vor Freude.



Der Trip nach Werchter hat sich allein dafür wirklich mehr als gelohnt. Als "Zugabe" habe ich auch noch Richard Hawley sehen können, der ein sehr gutes Konzert gegeben hat. Phoenix und Two Door Cinema Club waren auch gut. The Bots waren interessant, Kings of Leon - naja, waren eben Kings of Leon. Aber der Auftritt von Blur war definitiv das Highlight. Und wieder kann ein Häkchen glücklich auf die Liste gesetzt.

Samstag, 5. Mai 2012

My Band T-Shirt

My Band T-Shirt ist ein toller Blog über - wer hätte es gedacht - Band T-Shirts, und insbesondere über die Geschichte, die dazu gehört. Das finde nicht nur ich eine tolle Idee, auch dem Guardian hats gefallen und vor einiger Zeit mal einen Bericht daüber geschrieben. Und weil ich diesen Blog gerne lese und er natürlich von Leser-Zuschriften lebt, hab ich mich selbst mal versucht. Das Ergebnis ist jetzt online und sieht so aus. Ich freue mich!

http://mybandtshirt.tumblr.com/post/22315541882/102-oasis-last-english-gig-2009

Samstag, 7. Januar 2012

Konzerte 2011 - Viele Tops, einige Flops

2011 war ein gutes Musikjahr - das habe ich ja an dieser Stelle bereits verlauten lassen. 2011 war aber auch ein schönes Konzertjahr - quantitiv und qualitativ. Da es zu aufwändig wäre, alle hier aufzuzählen (mit Rock im Saal, Juicy Beats, Haldern Pop, Halleluyeah und Visions Weekend Festival waren schließlich immerhin fünf Festivals dabei), beschränke ich mich auf einige Highlights. Das ist natürlich in erster Linie positiv gemeint, aber auch ein paar "schlimme" Konzerterlebnisse dürfen natürlich nicht fehlen.

Highlights 2011 in chronologischer Reihenfolge:
(die fünf Favoriten des Jahres nochmal besonders hervorgehoben)


Young Rebel Set (Rock im Saal, Haldern & Gebäude 9, Köln)
Triggerfinger (Rock im Saal - mit verletztem Bassisten, der stattdessen einarmig zweites Schlagzeug spielte)
Gisbert zu Knyphausen (Konzerthaus, Dortmund)
Beady Eye (E-Werk, Köln)
Moritz Krämer (Glanz & Gloria, Osnabrück)
Carl Barât (Forum, Bielefeld)
Buster Shuffle (als Support von Art Brut, Luxor, Köln & Schauspielhaus, Bochum)
Kakkmaddafakka (Domicil, Dortmund)
FM Belfast (Juicy Beats)
Johnny Flynn (Haldern Pop)
LaBrassBanda (Haldern Pop & FZW, Dortmund)
Tim Isfort Orchestra & John Grant ( Haldern Pop)
Halleluyeah (Tagesfestival mit diversen lokalen Bands in der Pauluskirche, Dortmund)
The Crookes (Gebäude 9, Köln)
Noel Gallagher's High Flying Birds (Palladium, Köln)
Ocean Colour Scene (O2 Academy Brixton, London)
The Vaccines (Luxor, Köln)

Konzerterlebnisse, auf die ich 2011 lieber verzichtet hätte:
Kraftklub (Visions Weekend Festival 2011, FZW, Dortmund)
Mundwerk-Crew (Support LaBrassBanda, FZW, Dortmund)
irgend so eine ganz schlimme Bochumer Lokal-Punkband, die vor Buster Shuffle im Schauspielhaus gespielt hat und deren Namen nachzusehen ich zu faul bin
Josh T. Pearson (Haldern Pop, mussten wir in der Aufbauphase für Tim Isfort und John Grant über uns ergehen lassen)

Konzerte/Touren, die ich 2011 leider verpasst habe:
The Kabeedies
Locas In Love
Kasabian
The Wave Pictures
Ja, Panik



Sonntag, 25. September 2011

Zitat des Tages, Folge 4

Noel Gallagher auf die (im Grunde natürlich vollkommen überflüssige) Frage in der aktuellen "Prinz"-Ausgabe, ob er Pläne hätte für den Fall, dass das mit dem Soloalbum schief ginge:

"Ich dachte schon immer, dass U2 mal einen guten Gitarristen wie mich brauchen könnten. Oder Coldplay."


Mittwoch, 16. März 2011

The Beat Goes On

Beginnen möchte ich diesen Eintrag, auch wenn es im Kern um das Konzert von Beady Eye im Kölner E-Werk geht, mit einem Zitat von Berti Vogts: "Wenn ich über's Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker, nicht mal schwimmen kann der." Recht hat er. Was seine Person angeht. Und würde Liam Gallagher auch nur einen trockenen Furz darauf geben, was andere, was irgendwer über ihn denkt - für ihn (wie auch für seinen Bruder) hätte der Satz wohl ebenso eine Berechtigung. Klar, der Mann polarisiert. Da finden eine Menge Leute eine Menge zu meckern. Am meisten trotz allem erstaunlicherweise über die Musik: Früher hat er schon im Verbund mit seinem Bruder geklaut und kopiert. (Bei anderen Bands heißt das übrigens, sie lassen sich inspirieren oder haben Referenzen...). Jetzt kopiert er sich auch noch selbst. Alles wie früher, nur ohne Noel usw usf. Von Weiterentwicklung, wie schon früher, keine Spur. Und der ganze Scheiß.

Aaach, ich könnt mich in Rage schreiben... Aber hier soll es ja schließlich um einen schönen Konzertabend gehen. Also: Den Anfang machte Steve Cradock mit seiner Band, der auch seine Frau angehört. Der „Rest“ macht alterstechnisch den Eindruck, als hätte Mr Cradock noch schnell ein Casting in einer Schulklasse abgehalten. Aber sie sind gut. Wie auch das Set, auch wenn es anfangs etwas arg gemütlich zuging und sich die Liebste (ein großer Ocean Colour Scene Fan wohlgemerkt) schon beim britischen Beitrag für den Eurovision Song Contest wähnte. Insgesamt aber ein gelungener Auftritt eines (weiteren) Britpop-Helden.

Nach recht ausgedehnter Umbaupause – erleichtert durch wirklich großartige Musik vom Band, da blieb kaum ein Wunsch offen – wars dann endlich soweit. Unter Begleitung eines Instrumentalstücks schritten LG, Gem Archer, Andy Bell, Chris Sharrock, Tourbassist Jeff Wooton und Tourkeyboarder Matt Jones auf die Bühne. Augenblicklich ist Stimmung in der Bude. Die steigert sich beim flotten Einstieg mit „Four Letter Word“ nochmal beachtlich, wie auch die Raumtemperatur. Liam trägt Parka… und ist immer noch ein umwerfend grandioser Frontmann, der sogar zwischendurch recht freundliche Ansagen macht. Und so ganz nebenbei wirklich gute Tracks in altbewährter Manier ins Mikro liamt. Er singt deutlich besser als bei der letzten Oasis-Tour. Man merkt ihm förmlich an, dass er Spaß hat. Oder, um es mit dem schönen "Kill For A Dream" zu formulieren: "and you say to the driver just drive, 'cos you've never felt so alive". Genau so klingt er: lebendig und gut.

Das sind auch die meisten der Songs, die live noch einmal hinzugewinnen. Obwohl ich ja schon vom Album positiv überrascht war. Aber "Standing On The Edge Of The Noise", mein aktueller Favorit "Millionaire" oder der Track, der diesem Eintrag seinen Namen gibt, sind auf der Bühne wirklich klasse. Da stören auch nicht die wenigen Längen, wobei diese sich im Vergleich zum Album (die zweiten Hälften von "Bring The Light" und "The Morning Son") live auch irgendwie kürzer anfühlen. Wirklich stören kann nur der Sound ein wenig - der ist, zumindest ziemlich weit rechts vorne, zu laut, zu breiig, zu viel und gerade noch so im Rahmen des Erträglichen. Davon abgesehen spielen Beady Eye ein kurzes, knackiges (mehr als ne gute Stunde Material ist ja schließlich auch nicht da) Set, das mich ebenso wie das Album positiv zu überraschen weiß. Wer das anders sehen will: just fook off. Und all den Nörglern sei gesagt: Es gibt sehr wohl eine Weiterentwicklung. Zitat Liam: "No more tambourines, man. I've moved on." Sollten sich einige Ewiggestrige auch mal angewöhnen. The beat goes on.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Great Expectations

Ich habe mir heute mal die "Mühe" gemacht, das musikalische Programm des ersten Quartals 2011 (plus ein paar Tage) zusammenzufassen. Ich finde, das sieht fantastisch aus und freue mich drauf. Der Anfang war ja schon einmal vielversprechend - siehe vorheriger Post.

22. 1.: Rock im Saal, Gasthof Tepferdt, Haldern (My Jerusalem, Go Back To The Zoo, Triggerfinger, Young Rebel Set)

29.1.: 25 Sad Songs, Grillo Theater, Essen (Theaterstück: http://www.schauspiel-essen.de/stuecke/25-sad-songs.htm)

9.2.: Slowtide (im Rahmen der Lauscher-Reihe), FZW, Dortmund

18.2.: Gisbert zu Knyphausen, Konzerthaus, Dortmund

26.2.: The Pains Of Being Pure At Heart, Gleis 22, Münster

10.3.: Carl Barât, Forum, Bielefeld

14.3.: Beady Eye, Live Music Hall, Köln

19.3.: Young Rebel Set, Gebäude 9, Köln

1.4.: Young Rebel Set, FZW, Dortmund

2.4.: Moritz Krämer, Kleine Freiheit, Osnabrück

10.4.: Steve Cradock, Werkstatt, Köln

16.4.: The Wombats, Live Music Hall, Köln

It's only Rock'n'Roll, but I like it!

Sonntag, 13. Juni 2010

Lucky Man

Richard Ashcroft spielt Lucky Man live - so bzw. ziemlich ähnlich war es am Samstag in der Kölner Live Music Hall. In jedem Fall war es ein Moment der Unsterblichkeit und der Perfektion.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Those golden days...

Als mir dieses Lied heute nachmittag im Büro aus dem Radio entgegen gepurzelt kam, hatte ich doch, das muss ich unumwunden zugeben, kurz feuchte Augen bei dem Gedanken daran, wie grandios diese Lied live immer war und dass man es so, in dieser Besetzung, von dieser Band, nie wieder erleben wird - gut, dass ich es mehrfach erleben durfte. Mad fer it!

Montag, 15. März 2010

Don't look back to the Kühlregal

Nach dem Feierabend husche ich noch schnell in den neben dem Büro befindlichen Rewe, um ein paar Zutaten für das Abendessen zu kaufen. Ich stehe gerade am Kühlregal, da läuft im Einkaufsradio (ein wirklich hassenswertes Wort - aber ich habe in den letzten Monaten festgestellt, dass da immer öfter auch mal brauchbare Musik läuft) "Don't Look Back In Anger". Reflexartig fange ich an, mitzusingen. Laut natürlich. Also, zumindest deutlich hörbar. Dafür ernte ich von dem Mann, der neben mir am Kühlregal steht, einen schrägen Blick, der irgendwo zwischen Verachtung, Mitleid und Entsetzen siedelt. Pah, Kulturbanause. Was kann ich dafür, dass der nicht weiß, was gut ist?

Gut gelaunt ziehe ich also von dannen und verleihe meiner guten Laune Ausdruck, indem ich einer noch sehr jungen Autofahrerin auf dem Parkplatz per Lichthupe bedeute, das ich ihr Vorfahrt gewähre. Und dass, obwohl sie während dessen mit dem Handy telefoniert. Zum Dank streckt mir ihre noch jüngere Beifahrerin wenig freundlich die Zunge raus. Der Mensch ist schon ein komisches Tier...

Für alle, die wissen was gut ist, hier ein Gänsehautvideo. An genau diesem Abend war ich übrigens in genau diesem Stadion, in genau diesen ca. 6 Minuten mit Tränen in den Augen. Ziemlich genau gegenüber des Kameramanns, by the way. An epic night.

Donnerstag, 28. Januar 2010

Fools Gold


Am vergangenen Sonntag, St. Pauli, Knust, ca. 21.15h: eine Legende betritt die Bühne. Ian Brown. Der King Monkey. Gut, die Klamotten sind, um es nett zu sagen, diskutabel. Aber wir sind ja nicht bei einer Modenschau. Sondern bei einem Konzert. Und das ist ganz, ganz großartig. Brown und seine wirklich gute Band spielen sich durch ein Set voller fantastischer "alter" Songs sowie einiger Titel des neuen, äußerst gelungenen Albums. Marathon Man, einer meiner Lieblingstracks des vergangenen Jahres, ist leider nicht dabei. Spielt aber keine Rolle. Denn die Zugabe beginnt mit "Fools Gold". 9 Minuten. Wahnsinn. Danach seliges Lächeln. Ein absoluter Konzertmoment. Godlike Genius.

Hier das offizielle Video zu "Fools Gold", auch schon grandios. Und das stelle man sich bitte live vor.

Dienstag, 13. Oktober 2009

A perfect match

Now this is great: fantastic song, good cover, and it just matches my mood perfectly. So listen, watch and enjoy:

Samstag, 12. September 2009

Rock am See? Nee! Fade away...

Alles war bereitet für ein musikalisches Fest. Drei Oasis-Die-hard-Fans, das vorletzte Konzert dieser langen langen Welttournee, nachmittags Kasabian im Vorprogramm, Hotelzimmer in Konstanz gebucht, gutes Wetter, Bier, Freude. Und dann: nix. Kam alles ganz anders.

Nach der Anreise nach München freitags gings zur Einstimmung ins Atomic, dann zu einer relativ zivilen Zeit ins Bett, schließlich wollten wir ja mittags gen Konstanz aufbrechen.

Morgens um 11 werde ich dann unsanft geweckt. "Wach auf, Oasis haben sich aufgelöst! Noel ist ausgestiegen." Gibt es einen unschöneren Weg, an einem Samstagmorgen aufzuwachen? Ich kann mir keinen vorstellen. Dazu wurde die Nachricht (zunächst) völlig blutleer und emotionslos über den Videotext der ARD vermittelt. Dementsprechen ungläubig glotzte ich auf den Schirm. Glauben konnte ich das überhaupt nicht, ich musste erstmal lachen - Verzweiflung, Galgenhumor. Als wir dann alle wach waren, war schnell klar. Wir fahren gar nicht erst hin. Hotel ließ sich stornieren, und nur für eine Stunde Kasabian hatten wir nicht mehr die geringste Lust, die Strecke nach Konstanz auf uns zu nehmen. Die anderen Bands interessierten uns nicht wirklich. Zumal als "Ersatz" für Oasis Deep Purple verpflichtet wurde. Nichts gegen Deep Purple, aber...

Nach diesem Entschluss liefen erstmal die Drähte heiß. Internetquellen checken, SMS aus verschiedensten Richtungen etc. Die Nachricht sackte langsam, und uns wurde bewusst, dass sich gerade die Band unseres Lebens aufgelöst hatte, diesmal wohl tatsächlich endgültig. Die Band, die uns unser halbes Leben lang in allen Lebenslagen und Situationen begleitet hatte, die immer Rat wusste, die immer passte. Mit der man leiden, feiern, lieben konnte, ja musste. Keine Konzerte mehr mit tausenden Gleichgesinnten, Arm in Arm mitgrölend. Vorbei. Ein Teil der Jugend: vorbei.

Das Alternativprogramm konnte nur heißen: Fußball und Bier. Nachmittags die Bundesliga in der Kneipe, mit Bier. Am frühen Abend "aktiv" an der X-Box, mit Bier. Abends dann zur Zigeunerbeerdigung (siehe Snatch) von Oasis ins Cord. Frustbewältigung auf der Tanzfläche. Gegen 2h spielt der DJ "The importance of being idle", ein großer Moment. Mehr Bier, ausgelassene Stimmung, gute Musik. So um 5h, als der Club schon leerer geworden ist, läuft schließlich "Don't look back in anger". Da kommen alle Emotionen hoch, und wenn es noch so patethisch klingt, scheißegal. Allein schon diese großartige Hymne nicht mehr live hören zu können, ist ein Verlust und schmerzt.

Danach gings dann auch langsam nachhause, der Sonntag wurde gepflegt vergammelt. Und auch wenn es durch diese miese Nachricht zerschossen wurde: es war ein gutes Wochendende.

Lesenswerte Rückblicke auf Rock am See und den Oasis-Split gibts auch bei Nummer Neun, eine ebenso lesenswerte Reaktion auf Oasis auch bei Little James. Ladies and Gentlemen, live forever.

Sonntag, 26. Juli 2009

Ein Abend in Wembley

Das Wembley-Stadion ist verdammt beeindruckend, allein schon wenn man darauf zuläuft. Mit tausenden anderen Fans ströme ich von der Bahn auf die riesige Schüssel zu, und langsam steigt die Vorfreude in ungeahnte Höhen. Leider müssen The Enemy ihren Auftritt "due to illness" absagen - schade, die hätte ich gerne gesehen. Aber dafür spielen Reverend & The Makers und Kasabian längere Slots.

Auch innen ist das Stadion toll. Man fährt mit Rolltreppen nach oben, es gibt eine Aussichtsterrasse mit angeschlossener Bar, auf der ich eine Zeit stehe und über die Stadt schaue - soweit das geht bei einsetzendem Regen und grauem Himmel. Das Programm und das obligatorische T-Shirt in der Tasche mache ich mich dann auf den Aufstieg zu meinem Sitz, und das ist wörtlich zu nehmen: ich sitze in der obersten Reihe, direkt unter dem Dach. Man hat eine tolle Sicht, aber die Action ist doch ganz schön weit entfernt. Egal, ich bin zum Genießen hier.

Der Reverend beginnt dann auch sehr pünktlich zu spielen, das Stadionrund ist noch nicht sehr voll, nur vor der Bühne drängen sich schon recht viele Menschen. Ich persönlich finde die Musik von Reverend & The Makers nicht schlecht, aber sie reißt mich (im Gegensatz zu dem, was noch kommen sollte) im wahrsten Sinne des Wortes auch nicht aus dem Sitz. Alles in allem ein ganz netter Einstieg zum Warmwerden.

Nach einer relativ kurzen Pause kommen Kasabian. Das Stadion ist schon sehr gut gefüllt, und die Masse im Innenraum geht vom ersten Track an mit - zurecht! Kasabian, die ich bisher unter ähnlichen Kriterien wie den Reverend und seine Makers gesehen hatte (na gut, ich fand sie schon gut, aber eben nicht begeisternd), sind eine fantastische Liveband! Ich stehe, wie die meisten Leute, schon durch deren ganzes Set hindurch bzw. tanze, so gut das bei Sitznachbarn und beengtem Platz geht. "Fire" vom neuen Album ist mein Favorit des Sets - dieser Song ist live eine absolute Macht mit einer unglaublichen Energie. Die Zwischenansagen von Tom Meighan sind bemerkenswert: das mit Abstand meistgebrauchte Wort ist definitiv "fuck", dagegen ist Liam ja ein Waisenknabe! Aber das tut der Sache ja keinen Abbruch, im Gegenteil. Auch "alte" Klassiker wie "Club Foot" oder "L.S.F." sind live großartig - ab jetzt bin ich offiziell Kasabian-Fan.



Nach einer erneuten, diesmal natürlich dramaturgisch etwas längeren Pause, war es dann endlich soweit: Oasis in Wembley. "Fuckin' in the Bushes" ist ja schon bei Konzerten in Deutschland ein wahnsinniger Moment, aber mit 75.000 Menschen ist das noch einmal eine völlig andere Geschichte - Gänsehaut ist da kaum ein gerechter Ausdruck. Und die Jungs sind gut drauf, die Songs kommen perfekt (auch dank toller Akustik und zum Glück ohne jegliche Tonprobleme). Und in England spielen sie ja netterweise auch ein anderes Set als auf den Konzerten davor - Perlen wie "My big mouth" oder "Half the world away" (einer der wunderbarsten Konzertmomente) fallen ja sonst in der Regel live unter den Tisch. Ich kann aber kaum Highlights rauspicken, denn das waren so gut wie alle Songs. Es stimmt allerdings, dass mancher Song vom neuen Album live nicht der absolute Renner ist, z.B. "To be where there's life". Aber man muss sich ja auch mal ausruhen und besinnen; und die Stimme vielleicht auch mal ein bisschen schonen, z.B. dafür:
Noel "can't be arsed to sing this", dann mussten eben alle ran. Wobei ja eh jede Zeile mitgesungen wurde, nur diesmal eben ohne Gallagher-Beteiligung whatsoever. Grandios, wie der ganze Abend. Ein Lifetime-Moment, definitiv. We put our lives in the hands of a rock'n'roll band... Bis zum nächsten Mal in Wembley, oder Manchester, oder sonstwo! Dann aber wieder im Innenraum. Denn so schön es auch war, das Station überblicken zu können, die richtige Atmosphäre kommt da oben dann doch nicht auf. Für dieses eine Mal war es toll, aber beim nächsten Mal will ich wieder in der Menge mitmischen und mich noch mehr mitreißen lassen. Sitzen dann erst wieder ab 40! ;-)

Donnerstag, 9. Juli 2009

Two days

until I will see this:

15:30 Gates Open
17:00 Reverend & The Makers
17:45 The Enemy
18:45 Kasabian
20:30 Oasis
22:30 Finish

Quite a few festivals would be proud of such a schedule!

So, see you in a fortnight. Cheers

Mittwoch, 1. Juli 2009

it's here, it's here!



After months of waiting, it has finally arrived! Only ten days, I can hardly wait! :-)

Sonntag, 31. Mai 2009

Lustkauf



Gestern mehr oder weniger zufällig über einen Flohmarkt gestreunt und dabei dieses Schätzchen gefunden. 1€ schien mir trotz recht abgewrackten Zustands vor allem der Plattenhülle ein akzeptabler Preis für dieses Kleinod der Popgeschichte - und das, obwohl ich noch nicht einmal einen Plattenspieler besitze... Aber hey: it's the Modfather!

Freitag, 29. Mai 2009

Xfm's Best British Songs Of All Time - Really?

So Xfm has "decided to name" the 100 best British songs of all time, and the results are, let's say, slightly surprising. I mean, as an Oasis fan one might argue that I shouldn't complain too much, but: The Beatles' best position is 18? Best Blur song Song 2? The Smiths's first mentioning at No. 23? Arctic Monkeys in the Top Ten??? COME ON!!! At least, Elbow is rated higher than Coldplay (who don't even make the Top 30...) ;-)

Here are Xfm's Top Ten, by the way. I predict some bias...

1. Oasis - Live Forever
2. Oasis - Don't Look Back In Anger
3. Oasis - Wonderwall
4. The Stone Roses - I Am The Resurrection
5. Joy Division - Love Will Tear Us Apart
6. The Verve - Bitter Sweet Symphony
7. The Who - My Generation
8. Arctic Monkeys - I Bet You Look Good On The Dancefloor
9. The Clash - London Calling
10. Oasis - Champagne Supernova

And here you can check out the rest: http://www.xfm.co.uk/news/2009/best-british-songs

But in the end, each and every one of those kind of lists is 100% subjective, isn't it? And because of that, it needs to be discussed...

Montag, 2. März 2009

All I Know Is They Can Take Me There


Es war ein langer Weg - eine Woche vorher "sterbenskrank" im Bett gelegen, ein paar Tage vorher war das Auto zeitweise verreckt, Stress und Zeitdruck bis zur letzten Minute im Büro, so dass bis zuletzt nicht klar war, ob ich überhaupt rechtzeitig los kam; dazu noch der Streik des öffentlichen Nahverkehrs in München inklusive zu befürchtendem Superstau bei der Anfahrt. Aber irgendwie hat es dann doch geklappt, auch wenn kurioserweise Jans Anreise aus der Münchner Innenstadt zum Zenith fast genauso lange gedauert hat wie meine Anreise, die immerhin 220km lang war, was mir ein recht langes und unfreiwilliges Warten vor dem Zenith beschert hat. Aber was solls, etwa gegen 19.30h standen wir mit einem Bier im Zenith und freuten uns auf die Dinge, die da kommen sollten. Oasis, Dig Out Your Soul Tour, Baby! Und endlich gabs bei einem Oasis-Konzert einmal eine Vorband, auf die ich zumindest gespannt war, denn das Album gehört definitiv zum Besten, was in letzter Zeit erschienen ist. Aber relativ schnell wurde klar: Glasvegas konnten meine hohen Erwartungen live leider nicht bestätigen. Das war aber auch zu einem guten Teil dem markerschütternden Sound geschuldet - entweder ist der Roadie an den Reglern bereits völlig taub, oder Glasvegas wollen ernsthaft am inoffiziellen Dezibel-Weltrekord rütteln. Die Schotten spielten eine knappe halbe Stunde, aber für mich blieb festzuhalten: die Songs wirken einerseits live nicht besonders; und andererseits zweifle ich mittlerweile ernsthaft, ob Oasis überhaupt noch Vorbands engagieren sollten. Denn wir Oasis-Fans sind doch eh mit keiner zufrieden, es sei denn vielleicht, die Stone Roses würden sich zu diesem Zwecke wieder vereinen. Also in Zukunft vielleicht lieber das hervorragende Pre-Show-DJ-Set noch ein bisschen verlängern und dann direkt loslegen.
Apropos loslegen: bei den ersten Tönen von "Fuckin' In The Bushes" gabs kein Halten mehr. Bei gefühlten 75° vor der Bühne (was Liam auf selbiger aber nicht davon abhielt, in warmer, aber natürlich schicker, Jacke aufzutreten) gings auch anschließend mit "Rock'n'Roll Star", "Lyla" und "The Shock Of The Lightning" ordentlich zur Sache. Und es war ein Fest von vorne bis hinten, auch wenn einige Songs wie "Ain't Got Nothing" oder "The Meaning Of Soul" nicht mehr sind als Füller - die einem aber netterweise ein wenig Erholung und Atempause verschaffen. Aber man wird ja auch durch so viele Perlen entschädigt, wer wird da schon meckern wollen. Denn live sind "Cigarettes & Alcohol", "Slide Away" oder mein geliebtes "Supersonic" einfach unübertroffen. Der Sound war ebenfalls um Dimensionen besser als bei Glasvegas (zumindest zentral vor der Bühne) und erfreulich klar, nur die Stimmen der Brüder hätten teilweise ein wenig deutlicher hervortreten dürfen. Seine Stimme schonen konnte Noel erwartungsgemäß bei "Don't Look Back In Anger", auch wenn der vielstimmige Münchner chor ein wenig vorschnell war, aber das rang dem Meister nur ein mitleidiges Lächeln ab. Der war überhaupt scheinbar recht guter Laune, stellte den Keyboarder (Zitat Hannes: "seit 2000 Jahren bei Oasis am Keyboard: Jesus") als seine "future ex-wife" vor und quatschte auch sonst recht munter drauf los. Was aber viel erstaunlicher war: sein jüngere Bruder war ebenfalls überaus kommunikativ, ließ sich sogar zu einigen tanzähnlichen Bewegungen verleiten, posierte ausgiebig für die (zu vielen) Hobbyfotografen und - die Sensation für den Schluss - holte beim finalen "I Am The Walrus" gar eine junge Frau auf die Bühne, herzte sie ausgiebig, drückte ihr sein Mikro in die Hand und ließ sie überglücklich zurück. Sowas haben sicherlich die wenigsten Oasis-Fans bisher gesehen - wenn es überhaupt schon einmal vorgekommen sein sollte.
Es war also ein sehr gelungener Gig, und es bleibt festzuhalten: in dieser Besetzung sind Oasis alles andere als eine Zwei-Mann-Show, denn die "übrigen" drei Mitglieder sind Meister ihres Fachs. Es gab also nichts zu meckern - nur Liams momentane Frisur ist eine Katastrophe. Es muss eben immer ein Haar in der Suppe geben. Aber solange es sich tatsächlich auf Haare beschränkt - who cares?! Das Konzert, der Abend, das Wochenede haben jedenfalls die Mühen und Verwirrungen der Tage zuvor um Längen entschädigt.

Dienstag, 27. Januar 2009

Music - it's good for your soul!

I'm sure you know this - everybody has a few songs that can lift them up and make them smile again, even when things might not be how you'd wanted them to be.

It was one of those moments today. After a rather bad day, in the afternoon THIS was played on last.fm - and I laid back, closed my eyes for a moment, smiled and enjoyed its pure brilliance:



D'You Know What I Mean?