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Samstag, 30. März 2013

50 Jahre Bundesliga

Die Bundesliga feiert in dieser Saison ihr 50-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass hat Ben Redelings nicht nur ein tolles Buch bzw. Jubiläumsalbum mit den besten Anekdoten, Geschichten und Sprüchen herausgebracht - dazu gibt es auch noch eine Tour durch Deutschland, bei der daraus gelesen wird. Nachdem wir bereits im letzten Sommer bei einem "WarmUp" für seine Tour waren, wollten wir uns auch das "Finale" der Tour am Gründonnerstag in Dortmund nicht entgehen lassen. Und wo könnte diese Tour besser beschlossen werden (wobei, ein paar wenige Termine danach gibt es dann doch noch) als im Goldsaal der Dortmunder Westfalenhallen. Denn dort wurde schließlich die Gründung der Bundesliga seinerzeit beschlossen.


Für diesen besonderen Abend hatte sich Ben Redelings Verstärkung geholt, und zwar von Kommentatoren-Urgestein Manni Breuckmann und Willi "Ente" Lippens. Zwei begnadete Anekdoten-Erzähler, vor allem die Ente. Man hatte den Eindruck, dass er den Abend auch locker alleine hätte bestreiten können, wenn man ihm alle paar Minuten ein Stichwort hingeworfen hätte. Da hatte es selbst Breuckmann, der ja auch nicht auf den Mund gefallen ist, manchmal schwer, dazwischen zu kommen. Wobei es natürlich zu 99% sehr lustig war, was Lippens wort- und gestenreich zu erzählen hatte, so ist es ja nicht. Zum Beispiel, wie er Trainer zur Verzweiflung (und sogar zum Rauswurf) getrieben hat, oder wie er sich während des Spiels mit Gegner und Schiedsrichtern gekabbelt hat. Und es entstand ja auch trotzdem oft ein sehr amüsanter Schlagabtausch zwischen den drei Protagonisten, wobei es ein wenig schade war, dass Redelings dabei manchmal ein bisschen kurz gekommen ist, weil von links oder rechts schon wieder etwas Neues eingeworfen wurde.
Von links nach rechts: Breuckmann, Redelings, Lippens. Rundherum: der, schön formuliert, altehrwürdige Goldsaal

Dennoch - oder gerade deshalb?- war es ein sehr kurzweiliger Abend mit vielen witzigen Anekdoten aus dem Fußball, und zwar nicht von außen betrachtet, sondern eben auch von Insidern auf und neben dem Rasen erzählt. Geschichten, die man als Fan vielleicht sonst nicht erfahren würde. Garniert natürlich mit jeder Menge Stilblüten, die Spieler, Trainer, Funktionäre und Reporter im Laufe der Zeit so von sich gegeben haben. Alles in allem war das also ein sehr schöner Abend mit dem Fazit: Früher war der Fußball anders, aber nicht unbedingt alles war besser. Denn, Zitat Ente Lippens: "Heute gibbet doch viel mehr Moos!" In diesem Sinne sag ich nur ein Wort: Vielen Dank! 

Dienstag, 19. Juni 2012

Spanien ist das neue Italien

Puh, lange nichts geschrieben hier. Liegt wohl am bevorstehenden Umzug und daran, dass ich bei der Arbeit momentan so viel schreibe, dass ich danach nur noch wenig Lust verspüre, noch was anderes aufs digitale Papier zu bringen.

Aber für ein kurzes EM-Zwischenfazit muss jetzt Zeit sein. Es ist erstens festzuhalten, dass ich bei meinen beiden Tippspielen eine gute Position durch ein Zwischentief am zweiten Spieltag eingebüßt habe - da haben sich die Teams einfach nicht an meine Tipps gehalten. Zweitens, und damit komme ich auf den Titel dieses Posts: Spanien entwickelt sich zum neuen Italien? Wieso? Weil die Spanier es mittlerweile mindestens genau so gut beherrschen, aus einer minimalen Körperberührung ein Foul und damit einen Freistoß zu ziehen und dabei so kindlich empört aus der Wäsche zu gucken, als hätte man ihnen gerade die Schüppe weggenommen UND verraten, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt. Dafür müssen sie sich nicht einmal andauernd auf den Boden werfen - oft reicht es schon, einfach im Laufduell stehen zu bleiben, bedröppelt in Richtung Schiri zu schauen und fertig ist der Freistoß. Ganz egal, ob der Gegenspieler nun wirklich festgehalten oder nur hörbar ausgeatmet hat.

Das ist noch nicht mal ein neues Phänomen, sondern sowohl bei der spanischen Nationalmannschaft als auch bei Barcelona (was ja irgendwie dann auch logisch ist) schon länger zu beobachten. Nur war man (ich) wahrscheinlich in den letzten Jahren immer so beeindruckt vom tollen Spiel der Spanier, dass das nicht so richtig ins Gewicht gefallen ist. Aber jetzt spielen sie gar nicht mehr so überragend und schön (außer gegen das bedauernswert unterlegene Irland), sondern ihr so gerühmtes Kurzpassspiel wird von vielen Mannschaften effektiv bekämpft - und geht mir gleichzeitig mehr und mehr auf die Nerven. Beim gestrigen Spiel gegen Kroatien hab ich mich in einigen Szenen gefragt, ob es sich um überhebliche Überlegenheit oder doch schon eher um Dummheit handelt. Torschuss scheint fast schon verpönt zu sein. Und wenn man eh schon kritischer schaut, fallen eben auch die negativen Dinge noch mehr auf. Wie das "italienische" Freistoßschinden und Leiden. Und das nervt.

Sonntag, 29. April 2012

Platt

Samstags knapp 13 km für den guten Zweck laufen + sonntags 90 Minuten Fußball spielen = platt wie 'ne Flunder.

Dienstag, 17. April 2012

Zitat des Tages, Folge 7

Weil es heute gut passt, zitiere ich heute mit Freuden Peter Neururer. Der ist eigentlich immer für ein Bonmot gut, aber das hier ist schon vordere Weltklasse:

"Wenn wir ein Quiz machen würden unter den Trainern in Deutschland, wer am meisten Ahnung hat von Trainingslehre, Psychologie, und der Trainer mit den besten Ergebnissen kriegt den besten Klub - dann wäre ich bald bei Real Madrid."

Donnerstag, 26. Januar 2012

Mieseste PR-Performance des Jahres: FC Bayern München

Heute Mittag war zu lesen, der FC Bayern würde um 14h eine Pressekonferenz veranstalten, um eine "spektakuläre Verpflichtung für den Offensivbereich" (Manager Christian Nerlinger) bekannt zu geben. Selbst als Nicht-Bayern-, aber Fußball-Fan ist man da ja dann doch gespannt, wer das sein könnte. Auf dem Markt wären ja genug interessante Spieler.

Gegen 14.30h stellte sich dann Folgendes heraus:
"Von wegen Neuverpflichtung. Der FC Bayern München verarbeitet die 1:3-Niederlage des vergangenen Bundesliga-Spieltages gegen Borussia Mönchengladbach offenbar mit „Humor“. Eine auf der offiziellen Homepage angekündigte „spektakuläre Neuverpflichtung für den Offensiv-Bereich“ entpuppte sich als PR-Gag. Mehrere Tausend Fans hatten sich via Facebook für einen Live-Stream der Pressekonferenz angemeldet und wurden bitter enttäuscht. Statt eines Transfer-Krachers präsentierte Sportdirektor Christian Nerlinger ein Schild mit dem Bild des Neuzugangs - jedem, der die Pressekonferenz auf Facebook verfolgte, wurde sein eigenes Profilbild angezeigt. Ein Scherz der gründlich in die Hose ging, zumal die Server offenbar zusammenbrachen und der „Gag" viele User gar nicht erreichte." (Quelle: www.transfermarkt.de)

Wuahaha, FC Bayern, ich lach dann mal... nicht! Wer arbeitet denn bei euch in der PR-Abteilung? Fips Asmussen? Wenn das mal nicht ein klassisches Eigentor war, um sprachlich auf dem Rasen zu bleiben. Wenn das irgend ein Kreisligist macht, um Aufmerksamkeit zu kriegen, ok. Aber Deutschlands selbsternannter Verein Nr. 1? Ich bitte euch. Dass Christian Nerlinger gerne mit Facebook spielt, hätte man auch anders kundtun können. Bisschen peinlich...

Montag, 12. September 2011

Mal was "Verrücktes" machen...

... und 10 Euro darauf wetten, dass Stoke City die Europa League gewinnt. Wenns klappt, freu ich mich über 340 Euro. Und wenn nicht, hab ich das bis zum nächsten Mai sowieso schon längst wieder vergessen. Eine klassische Win-Win-Situation...

Freitag, 5. August 2011

Schönes aus dem Google-Übersetzer

Als Fußballfan schaue ich (natürlich) regelmäßig in die Gerüchteküche von transfermarkt.de, um zu wissen, wann Lionel Messi denn endlich beim KSC spielen wird. Oder so ähnlich. Jedenfalls zeigt sich dort erfreulicherweise immer mal wieder, warum der Beruf des Übersetzers in naher Zukunft nicht von Computerprogrammen übernommen wird. Zwei besonders herrliche Beispiele habe ich hier mal rausgesucht - es handelt sich wohlgemerkt um Meldungen zu möglichen Transfers von Fußballprofis...

Nr. 1 betrifft Dynamo Dresden:
"In Deutschland wird weiterhin seine Laufbahn bei John Smith. Die griechische ace, die von den Olympischen freigegeben wurde vereinbart, alle Dresden-Team spielt in Tsvaiteligka (zweite Kategorie von Deutschland).

Schritt außerhalb hat John Papadopoulso. Ehemalige Olympia-Ass schüttelten sich die Hände mit dem Dresden und wird seine Karriere in Deutschland fortsetzen. Der Dynamo Dresden gefördert in dieser Saison zur zweiten Gruppe und nach den ersten beiden Rennen hat einen Abschluss (ein Unentschieden und eine Niederlage)."
(Quelle: http://www.transfermarkt.de/de/g-papadopoulos-zu-dynamo-dresden/topic/ansicht_154_985671_seite1.html)


Nr. 2 betrifft Werder Bremen: "Werder Bremen nicht nur auf der Suche nach einem defensiven Mittelfeldspieler, aber "verbrannt" zu erwerben.

Auf diese Argumentation Mann, der Pulver mit der deutschen Gruppe schlug Gregory Mako und warten, bis weitere Reaktion.
AEK in einen Vorschlag für 1,5 Millionen
Euro würde nicht nein sagen, während der Spieler wirft den Deckel auf der Außenseite."
(Quelle: http://www.transfermarkt.de/de/grigoris-makos-zu-werder-bremen/topic/ansicht_154_985648_seite1.html)

Mit Deckeln auf der Außenseite werfen? Wenn das mal nicht zu vermehrten roten Karten führt...

Mittwoch, 2. Februar 2011

Von "alten" Herren, lahmen Enten und blinden Hühnern

Ich liebe die Transferzeit im Fußball. Das ist für mich (fast) die spannendste Zeit vor bzw. während der Saison, wenn fleißig um Spieler geschachert wird. Dieser Winter war natürlich keine Ausnahme. Reichlich Geld und reichlich Spieler wechselten den Besitzer respektive den Verein - in Sachen Geld stellte (mal wieder) England natürlich alles in den Schatten. Chelsea, Liverpool, ManCity. Dank letzterer drehte sich ja das Geldkarussel auch in Deutschland noch ganz ordentlich, die Wolfsburger hattens ja auch plötzlich noch viel dicker als eh schon.

Aber darum solls hier gar nicht weiter gehen. Denn die eigentlich interessanten Geschichten sind für mich die vermeintlich "kleineren" Transfers, die aber oft für wesentlich mehr Verwunderung, Kopfschütteln oder sogar Entsetzen sorgen. Denn es gibt Spieler, von denen man denkt, dass die doch nun wirklich kein Verein mehr haben will - und zack! sind die auf einmal wieder da, wo man sie überhaupt nicht erwartet hat. Fragt mal die Schalke-Fans, ob die beigeistert sind von Angelos Charisteas und Ali Karimi. Charisteas wurde von mir bekannten Nürnberg-Fans gerne als "griechische Gurke" bezeichnet - das war noch das Harmloseste... Und Karimi, naja. Ein 32jähriger, der zuvor in der iranischen Liga gespielt hat. Vor solchen Transfers fürchtet man sich als Fan ja immer und denkt: "Hoffentlich macht mein Verein nicht so einen Quatsch!" Und bei den anderen Vereinen kichert man drüber oder lacht gleich lauthals los, was die für Altherrenkicker, lahme Krücken etc. holen.

Überzeugt davon, dass der KSC genau so einen Quatsch fabriziert hat, war ich, als die Verpflichtung von Delron Buckley bekannt wurde. Schon die Dortmunder hatte ich damals ob seiner Verpflichtung verlacht, genauso die Mainzer. Und nun kam er tatsächlich, zu meinem Ärger, beim KSC unter... und schoss prompt das Siegtor am vergangenen Wochenende. Das wiederum find ich auch zum Lachen - aber auf eine gänzlich angenehme Art. So darf eine vermeintlich lahme Ente gerne einschlagen. Aber hoffentlich war Buckley letzte Woche nicht nur das berühmte blinde Huhn...